Sechs Fakten über Musik in der Schwangerschaft

1. Was kann mein Kind im Mutterleib hören?

 

Das Ohr ist das erste Sinnesorgan, was bei deinem Baby im Mutterleib ausgebildet wird - und zwar noch bevor die eigentliche Hirnaktivität messbar ist. Erwiesen ist derzeit, dass der Embryo ab der 20.-24. Schwangerschaftswoche hören und deine Stimme genießen kann. Man vermutet aber, dass die Kleinen akustische Reize bereits viel eher spüren. Spätestens ab Woche 28 zuckt dein Kind bei lauten Geräuschen zusammen.

Neben der Stimme der werdenden Mutter, ihrem Herzschlag und weiteren Geräuschen ihres Körpers ist es in der Lage Aussengeräusche wahrzunehmen, die aber durch die Bauchdecke und das Fruchtwasser etwas anders klingen als wir sie hören.

 

Für einen Selbsttest kannst du in der Badewanne deine Ohren unter Wasser tauchen und ausprobieren, was du dort hörst. So kannst du leicht nachempfinden, was dein Baby während der Schwangerschaft in etwa zu hören bekommt. 

2. Soll ich als werdende Mutter etwa meinem Bauchzwerg etwas vorsingen?

 

Das ist sicher keine Pflicht, aber eine sehr gute Sache. Denn Musik ist die einzige Sprache, die dein Baby von Anfang an versteht! Im Vorsingen liegt also eine große Chance! Zeig deinem Kind was dir gefällt, was dich berührt oder mache ihn schon vor der Geburt mit Kinder- oder Schlafliedern bekannt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder denen vorgeburtlich bestimmte Lieder vorgesungen oder Musikstücke vorgespielt wurden, diese nachgeburtlich wiedererkannten. Forscher konnten zeigen, dass sie sich durch die ihnen bekannten Musikstücke leichter beruhigen liessen.

Du kannst unter der Schwangerschaft sogar schon dein Baby mit deinem Tagesablauf bekannt machen, indem es zu bestimmten Zeiten am Tag Musik erlebt: Vielleicht ist es am Morgen die Enspannungsmusik und am Abend summst oder singst du zwei oder drei Schlaflieder. Auch ist die  Schwangerschaft eine gute Gelegenheit, das eigene Liederrepertoire aufzufrischen, einige Kinder- oder Schlaflieder aus der eigenen Kindheit zu singen und die eine oder andere zweite oder dritte Strophe zu lernen. Denn - wie wir alle wissen - schläft ein Säugling in manchen Momenten nicht unbedingt nach fünf Minuten ein...

3. Macht Musik mein Kind intelligent?

 

Es ist erwiesen, dass Musizieren und Musik bei Kindern (gleich welchen Alters) die Intelligenz steigern kann und gewisse Skills wie Empathie, Kreativität, Problemlösekompetenz, Sprachvermögen, mathematisches Verständnis usw. fördert. Forscher konnten zudem zeigen, dass durch Musik und Sprache auch bei Ungeborenen im Gehirn wichtige Nervenverbindungen geknüpft werden, die sich positive Auswirkungen auf die Sprachentwicklung haben.

 

Mit Musik hast du also eine tolle Chance dein Kind bereits in der Schwangerschaft zu fördern. Möchtest du dein Kind auch nach der Geburt musikalisch bestens fördern, lege ich dir den Ratgeber "Jedes Kind ist musikalisch" ans Herz!

"Dieser Ratgeber ist das ideale Geschenk für Eltern und solche die es werden wollen!"

Aus einer Kundenbewertung auf jpc

4. Muss es immer Klassik sein?

 

Nein! Ganz im Gegenteil! Klassik ist zwar tolle Musik, aber es gibt auch ganz viel schöne andere Musik, die Mutter und Kind in der Schwangerschaft gut tut. Wenn wir mit Klassik alles einschließen, was an Musik zwischen 1600 und 1920 entstanden ist, kann ich euch sogar empfehlen, auf gewisse Klassik zu verzichten! Nämlich alles was zu aufputschend auf euch selbst wirkt! Und alles was zu komplex ist und ihr auch beim zweiten Hören kaum versteht, nicht schön findet oder euch nicht berührt. Dann wird es nämlich auch euer Baby im Bauch kaum gut finden. Und nicht vergessen: Auch bei einem Klassikkonzert kann es ziemlich laut zugehen! Wenn es also unter der Schwangerschaft ein Konzertbesuch sein soll: Lieber Plätze wählen, die ein wenig entfernt von der Bühne, dafür aber näher am Ausgang liegen! 

 

Eine Empfehlungsliste mit der perfekten Klassik für die Schwangerschaft findest du auch in dem Ratgeber "Jedes Kind ist musikalisch".

5. Darf`s noch ein bisschen lauter sein?

 

"Ich habe während der Schwangerschaft häufig Rockkonzerte besucht und direkt vor den Lautsprechern gestanden. Geschadet hat es nichts!" Solche Kommentare liest man hin und wieder. Auch wenn alle wissenschaftlichen Fakten sagen, dass Babys die unter der Schwangerschaft starkem Lärm ausgesetzt waren, ein niedrigeres Geburtsgewicht haben oder die Gefahr besteht, durch Hörschäden Lernverzögerungen oder Sprachentwicklungsstörungen zu provozieren, wissen manche Mütter es besser. Frei nach dem Motto: "Erlaubt ist was mir gut tut!" Mir tut hin und wieder ein Glas Wein gut, aber darauf habe ich während der Schwangerschaft verzichtet, weil ich wusste wie schädlich das für mein Kind sein würde!

 

Es gibt (mit gutem Grund) Gesetze in Deutschland, die Schwangeren verbieten in einer Umgebung zu arbeiten, in der es sehr laut ist. Es wird allgemein ein Lärmgrenzwert von 80 dB angegeben. Zum Vergleich: Eine Hauptverkehrsstraße bringt es auf etwa 85 dB. 

6. Ist der werdende Papa ist vom Singen während der Schwangerschaft "befreit"?

 

 

Schlechte Nachricht für alle Männer, die nichts "von sich hören lassen" wollen: Durch das Fruchtwasser werden tiefere Stimmen und Bassfrequenzen sogar besonders gut übertragen. Und es gibt sogar Studien die zeigen, dass sich Babys nach der Geburt besser von ihrem Vater beruhigen ließen (z.B. durch ein Schlaflied), wenn sie die Stimme des Vaters vorgeburtlich häufig gehört hatten und Papa etwas vorgesungen hatte.

 

Ein Rat also an alle Männer, die auch zukünftig noch möglichst viel von ihrer Nachruhe haben möchten: Den Babybauch eurer Frau nicht nur anfassen sondern ihm auch etwas vorsingen...