Familienmusizieren

Seit einiger Zeit besuchen zwei Brüder (11 und 13 Jahre alt) meinen Instrumentalunterricht. Zugegeben: Fleiß ist nicht gerade ihr zweiter Vorname, aber sie sind talentiert und kommen durchaus voran. Die Mutter spielt ein wenig Klavier, der Vater konnte vor Jahren einmal eine Gitarre bedienen und zwei jüngere Geschwister haben kürzlich mit der Blockflöte begonnen.

 

Grund genug der Mutter vorzuschlagen, wir könnten einmal statt eines "normalen" Unterrichts eine Stunde Familienmusizieren ausprobieren. Am vergangenen Samstag war es soweit: Die sechsköpfige Familie traf mit Sack und Pack ein (und einem frischgebackenen Brot für mich... wie macht man das noch neben vier Kids?!).

 

Am Ende der Stunde konnte die Familie einen Kanon singen, musizieren und auf Cajons begleiten, wir hatten "Happy Birthday" einstudiert (man möchte an Opas Geburtstag ein Überraschungsständchen bringen) und mit einer langsamen Jazz-Ballade angefangen.

 

Ich muss zugeben: Samstag ist normalerweise nicht meine Haupt-Unterrichtszeit! Für ein Familienmusizieren ist das Wochenende allerdings prima geeignet. Zumindest haben so wahrscheinlich die meisten Familienmitglieder Zeit.

Meine eigene Familie, die am Frühstückstisch sitzend unsere nicht ganz leise Musik aus meinem Studio miterleben konnte / musste, war hinterher überzeugt: Der nächste Samstag gehört unserer Familie! Und sie wollen auch gemeinsam Musik machen!

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